Meine Geschichte
Wenn Menschen mich kennenlernen wollen, geht es selten zuerst um „Angebote“. Es geht um die Frage: Warum machst du das – und warum auf diese Art? Hier ist mein Weg. Ehrlich, persönlich und ohne Fassade.
Mit 17: Allein zuhause – 1:30 Uhr nachts
Mit 17 Jahren wurde ich allein zuhause um 1:30 Uhr nachts mit dem Heiligen Geist getauft. Das war nicht Bühne. Nicht Stimmung. Kein Event. Es war ein Moment, in dem Gott für mich real wurde – unübersehbar und unverwechselbar.
Dieser Anfang hat etwas in mir geprägt: Gott ist nicht Theorie. Er ist Person. Er begegnet Menschen. Und wenn er spricht, bleibt es nicht „fromm“, sondern wird konkret.
Jahre des Lernens – Bibelschule, Dienst und Realität
Später war ich auf der Bibelschule und habe viel gelernt. Und trotzdem: Bis zu einem gewissen Punkt war mir nicht bewusst, wie viel ein Mensch wirklich lernen muss, bis das Evangelium nicht nur „verstanden“, sondern gelebt wird.
Ich habe in der Gemeinde Gottes studiert und durfte 13 Jahre als Co-Pastor dienen. Danach führte mein Weg durch unterschiedliche geistliche Kulturen: Baptisten, Methodisten, Protestanten – und später durfte ich als Pastor der EFM Mutterstadt dienen.
Diese Jahre haben mich nicht nur theologisch geprägt, sondern menschlich: Ich habe gesehen, wie unterschiedlich Gemeinden ticken, wie unterschiedlich Leitung funktioniert, und wie schnell Menschen innerlich müde werden, wenn Verantwortung, Klarheit und geistliche Reife nicht zusammenkommen.
Mit 32: Ich habe meine Existenz verloren
Mit 32 Jahren habe ich meine Existenz verloren. Das war nicht „nur eine schwierige Phase“ – es war ein Einschnitt. Und genau dort, wo vieles in mir leer wurde, habe ich Jesus auf eine Weise erlebt, die ich nicht in „religiöse Worte“ packen kann.
Ich hatte mit Jesus ein persönliches Gespräch über etwa eine Stunde – so real, wie ein Gespräch zwischen zwei Menschen. Nicht als Gefühl. Nicht als Vorstellung. Sondern als Begegnung.
In dieser Zeit habe ich von Jesus eine klare Vision empfangen. Und ich wusste: Mein Leben soll nicht um „Dienstbetrieb“ kreisen, sondern darum, dass Christus wirklich Fundament ist – in Menschen und in Gemeinden.
Was das in mir verändert hat
Diese Stationen haben mir etwas beigebracht, das ich heute nicht mehr loslassen kann:
- Gott ist nah – und trotzdem braucht es Reife, damit Menschen stabil werden.
- Wahrheit ohne Liebe macht hart – Liebe ohne Wahrheit macht weich. Beides zerstört.
- Gemeinden scheitern selten an „zu wenig Input“, sondern oft an fehlender Klarheit, Überlastung und ungeklärter Verantwortung.
- Veränderung braucht Prozess – und manchmal jemanden, der mitgeht, bis es trägt.
Mein innerer Prozess: So arbeite ich
Aus all dem ist eine Art „innerer Ablauf“ entstanden, der sich in der Praxis bewährt hat. Nicht als starres System – sondern als geistlich gesunder Weg:
1) Hören & Verstehen
Ich will zuerst verstehen, was wirklich passiert – nicht nur Symptome behandeln. Oft ist es nicht „zu wenig Wille“, sondern ein Engpass, der alles blockiert.
2) Klarheit schaffen
Klarheit ist geistlich. Sie bringt Frieden: Was ist jetzt dran? Was ist nicht dran? Was ist Auftrag – was ist nur Gewohnheit?
3) Ordnung & Verantwortung
Viele Spannungen lösen sich nicht durch mehr Aktivität, sondern durch geordnete Verantwortung: Wer trägt was? Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie bleibt ein Team ein Herz?
4) Umsetzen im echten Alltag
Nicht spektakulär, sondern tragfähig. Wenige Schritte, aber konsequent – so, dass es in den Gemeindealltag passt.
5) Dranbleiben, bis es Frucht trägt
Ich glaube nicht an „einmal Input und dann läuft’s“. Ich glaube an Prozesse, die stabil werden – und an Jüngerschaft, die reif macht.
Wofür mein Herz schlägt
- Leiter, die nicht ausbrennen, sondern gesund führen.
- Teams, die wieder ein Herz werden.
- Gemeinden, die Christus im Zentrum haben – nicht nur im Namen.
- Jüngerschaft, die nicht Theorie bleibt, sondern im Alltag sichtbar wird.
Wenn du dich darin wiederfindest
Vielleicht liest du das und spürst: „Wir haben viel erlebt. Wir haben Sehnsucht. Aber wir wollen, dass es wieder tragfähig wird.“
Dann lass uns sprechen. Nicht für „Marketing“. Sondern für Klarheit.
